Sowohl Altwelt- als auch Neuweltkamele sind bereits im letzten vorchristlichen Jahrtausend domestiziert worden.

Sie wurden vorrangig als Last- und Zugtiere, daneben aber auch als Woll-, Milch- und Fleischlieferanten (Kamelfleisch) verwendet und werden vielfach bis heute zu diesen Zwecken gehalten. Die militärische Nutzung von Kamelen ist zumindest seit dem 9. Jahrhundert v. Chr. belegt. Seitdem werden die Tiere bis heute für diesen Zweck eingesetzt.

Lama und Alpaka sind Zuchtformen, die aus dem Guanako und möglicherweise dem Vikunja entstanden.

Das Dromedar existiert nur mehr als domestizierte Art – die Wildform ist vermutlich seit 2000 Jahren erloschen.

Vom freilebenden Trampeltier gibt es nur noch Restbestände in China und der Mongolei. Mit der Zucht befasst sich das Camel Reproduction Centre Dubai.

 

 

Kamele in der Kultur

Als wichtige Last- und Nutztiere spielen Kamele auch in der Kultur eine bedeutende Rolle. Im allgemeinen Sprachgebrauch sind mit „Kamelen“ oft nur die Altweltkamele gemeint, darum werden die kulturellen Bezüge unter Altweltkamele in der Kultur behandelt.

 

 

Internationales Jahr der Kamele

Um auf die ökologische und ökonomische Bedeutung der Kamele in unterentwickelten Teilen der Welt für die dort lebende Bevölkerung aufmerksam zu machen, ruft die die UN, auf Antrag Ecuadors im Oktober 2017, das Jahr 2024 als Internationales Jahr der Kamele aus.[